Ayurvedische Gewürze mit heilender Wirkung und ihre Tradition

Ob Low Carb, Vegan oder Clean Eating – die Liebe zu gesundem Essen wächst in unserer Gesellschaft von Tag zu Tag. Denn Essen ist wichtig für Körper und Geist, wie uns die traditionelle indische Heilkunst Ayurveda bereits seit Tausenden von Jahren lehrt. Heute, wo immer mehr Menschen ihr Leben entschleunigen und auf ihre Ernährung achten, ist die ayurvedische Küche mit ihren Heilgewürzen beliebter denn je. 

Doch wer ayurvedisch kochen möchte, sollte sich zunächst damit beschäftigen, welchem Typ er eigentlich entspricht. Denn Ayurveda teilt die Menschen in drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha – ein. Diesen drei Doshas sind Typen mit festen unterschiedlichen körperlichen und charakteristischen Merkmalen hinterlegt. Wer einmal seinen Typ gefunden hat und sich typgerecht ernährt, der bleibt laut Ayurveda nicht nur gesund und schlank, sondern erlangt auch noch sein inneres Gleichgewicht.

Ziele des Ayurveda

Die Ziele des Ayurveda sind die Erreichung eines hohen Lebensalters und die Erhaltung der natürlichen Gesundheit. Da aus Letzterem ein hohes Lebensalter resultiert, liegt auf der Erhaltung der Gesundheit die oberste Priorität. Dafür sollte jeder Mensch ungesunde Lebensgewohnheiten beiseite legen. Alkohol, Nikotin und übermäßiger Stress sind tabu, da sie uns zu viel unserer wertvollen Energien rauben. Stattdessen stehen die über Jahrtausende erprobten Verfahren der Reinigung des Systems und der Erneuerung der Gewebe auf dem Programm.

Ayurdvedische Gewürze

Da Gewürze in Indien als eine Art göttliche Nahrung gelten, verwundert es nicht, dass die traditionelle indische Heilkunst genau auf jene auch einen besonderen Fokus in der ayurvedischen Küche legt. Ayurvedische Gewürze verfügen über große Kräfte und eine heilende Wirkung. Darüber hinaus spielen Getreide, viel frisches Obst und Gemüse eine große Rolle.

Doch wer einmal einen Blick in ein traditionelles ayurdevisches Kochbuch geworfen hat, wird bei der exotischen Zutatenliste schnell die Lust am Kochen verlieren. Ayurvedische Gewürze wie Asafoetida und Lilienblüten sind hierzulande nur schwer zu bekommen. Doch moderne Rezepte zeigen uns, dass die ayurvedische Küche auch hervorragend mit regionalen Zutaten wie Kohl, Möhren oder Petersilie funktioniert.

Wichtig ist hierbei nur, dass die Grundnahrungsmittel aus der näheren Umgebung stammen sollen. Laut Ayurveda haben heimische Zutaten die höchste Heilkraft, wenn sie im Umkreis von 90 km um unseren Wohnort wachsen. Dies hängt damit zusammen, dass sie von unserem Körper leichter verstoffwechselt werden können und dadurch mehr Energie abgeben.

Die wichtigsten ayurvedischen Gewürze im Überblick

Als kleine Hilfestellung für alle diejenigen, die sich an einer ayurvedischen Ernährung probieren wollen, haben wir eine kleine Liste mit den wichtigsten ayurvedischen Gewürzen zusammengestellt, die hierzulande problemlos zu bekommen sind.

  • Kurkuma, auch bekannt als Gelbwurz, ist eines der wichtigsten Heilgewürze im Ayurveda, da es überschüssiges Fett reduziert und darüber hinaus den Stoffwechsel anregt.
  • Ingwer ist ein Allheilmittel und wird im Ayurveda daher auch vielfältig verwendet. Ingwer regt die Verdauung an und kann bei Erkältungen zusammen mit Honig Wunder wirken.
  • Muskatnuss ist hilfreich bei Schlaflosigkeit und regt den Appetit an.
  • Kreuzkümmel, auch bekannt als Cumin, ist besonders nützlich bei Verdauungsbeschwerden mit Blähungen.
  • Kardamom hilft beispielsweise bei einem schlechtem Geschmack im Mund.
  • Koriander ist wie Muskatnuss ein sehr aromatisches Heilgewürz, das gegen Völlegefühl hilft.
  • Zimt wärmt als ayurvedisches Gewürz den Körper und wirkt bei Erkältungen und Darminfektionen entzündungshemmend.
  • Anis regt die Verdauung an und sorgt für einen frischen Atem.
  • Pfeffer wirkt appetitanregend und hemmt zudem die Verbreitung von Bakterien. Aber auch bei Koliken, rheumatischen Schmerzen, Durchfall und Blähungen ist das ayurvedische Gewürz ein wahres Heilmittel.
  • Reiner Kakao gilt als stimmungsaufhellend und belebend, blutreinigend und sorgt für eine optimale Verdauung, da er den Speichelfluss reduziert und damit auch regulierend auf den Appetit einwirkt.
  • Gewürznelken wirken schmerzlindernd und können beispielsweise in Tees gegen Zahnschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum angewendet werden. Darüber hinaus steigern sie die Durchblutung und verbessern die Verdauung.